Aufbau und Koordinierung eines europäischen Pflegeexpertennetzwerkes zur Ausbildung von „healthcare assistants“

Ansprechpartner:

Jessica Hernández

j.hernandez@iegus.eu

Weitere Informationen:

Auftraggeber: Europäische Kommission
Projekt Start: 01/2011
Projekt Ende: 12/2013

HCA Network

In diesem durch die Europäische Kommission in Auftrag gegebenen Projekt steht die Ausbildung und die innereuropäische Mobilität von Pflegehilfskräften (healthcare assistants) im Zentrum. Die ungleichen Ausbildungsnormen der EU-Länder führen zu großen Unterschieden in der Versorgungsqualität und -sicherheit von Patienten. IEGUS baut gemeinsam mit der contec GmbH ein europaweites Netzwerk von Experten der Pflegeberufsausbildung und -regulierung von Pflegehilfskräften und eine Datenbank zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und Ausbildungsvorschriften verschiedener EU-Länder auf. Aus best-practices werden Empfehlungen zu länderübergreifenden Ausbildungsvorschriften abgeleitet.

Die Gesundheitsberufe allgemein und der Pflegeberuf im Besonderen unterliegen derzeit europaweit einem tiefgreifenden Wandel. Dieser resultiert aus der steigenden Nachfrage nach Pflege- und Betreuungsleistungen sowie aus sich verändernden beruflichen Anforderungen auf der einen Seite und aus dem sinkenden Arbeitskräfteangebot, alternden Belegschaften und finanziell angespannten Sozialversicherungssystemen auf der anderen Seite. Viele EU-Mitgliedstaaten verzeichnen mittlerweile einen Mangel an Ärzten und Pflegefachkräften. Die Rekrutierung von Fachkräften aus anderen Ländern als kurzfristig wirksame Maßnahme hat zu einer steigenden Mobilität Beschäftigter innerhalb Europas geführt.Folgen dieser Entwicklungen sind u. a. Probleme der Qualitätssicherung und Patientensicherheit in den Einrichtungen aufgrund unterschiedlicher nationaler Ausbildungsnormen. Im Auftrag der Europäischen Kommission führt die contec Gesellschaft für Organisationsentwicklung zusammen mit dem IEGUS Institut für Europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft mit Partnern aus Großbritannien, Skandinavien, Polen und Deutschland das Projekt „Schaffung und Betreuung eines Pilotnetzes von Krankenpflege-Ausbildungs- und Regulierungsstellen“ durch. Ziel ist es, einen europaweiten Austausch über gesetzliche Regelungen zur Beschäftigung und über Ausbildungsstandards im Gesundheitsbereich sicherzustellen. Die Berufsgruppe im Fokus des Projekts sind niedriger qualifizierte Pflegehelferinnen und Pflegehelfern o.ä. Berufsgruppen unterhalb des Qualifikationsniveaus der Pflegefachkräfte (nach Direktive 2005/36/EC), da diese Berufsgruppe im Zuge des Fachkräfteengpasses künftig verstärkt zum Einsatz kommen wird und auch immer mehr Tätigkeiten übernehmen muss, die einer adäquaten Qualifizierung bedürfen. Abschließend werden Empfehlungen zu länderübergreifenden Ausbildungsvorschriften für diese Berufsgruppe sowie für die pädagogische Betreuung von nicht ausgebildeten Pflegenden herausgearbeitet.

Projektpartner:
  • Europäische Komission
  • CONTEC GmbH
  • ZAB
  • UNI Breslau
  • Preusker Helth Care
  • DBFK