Ethische, rechtliche und soziale Aspekte (ELSA) der Versorgung

„Gut beraten: Neue multimodale und standardisierte Beratungsmodelle für Menschen im Frühstadium einer Alzheimer-Erkrankung bzw. im Rahmen einer Demenzvorhersage“

Das IEGUS Institut bearbeitet in Kooperation mit der Universitätsmedizin Göttingen (Institut für Ethik und Geschichte der Medizin sowie Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie) ein Projekt im Auftrag der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.. In „Gut beraten: Neue multimodale und standardisierte Beratungsmodelle für Menschen im Frühstadium einer Alzheimer-Erkrankung bzw. im Rahmen einer Demenzvorhersage“ werden auf Grundlage von bestehenden internationalen und nationalen Beratungskonzepten neue Angebote entwickelt. Ziel ist, insbesondere für die frühe Demenzrisikovorhersage zielgruppengerechte, qualitätsgesicherte, niederschwellige und flexible Informations- und Beratungsangebote zu erstellen. Bestandteil werden auch Schulungen bzw. Fortbildungsmodule für beratende Expert*innen sein.

Prä-Diadem – Entscheidungskonflikt prädiktive Demenz-Diagnostik

Fortschritte in der Biomarker-Forschung werden in naher Zukunft eine preiswerte Vorhersage von Demenzen ermöglichen. Unsere Gesellschaft ist auf die ethischen, sozialen und rechtlichen Herausforderungen jedoch noch nicht ausreichend vorbereitet. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Diskursverfahren Prä-Diadem („Entscheidungskonflikt prädiktive Demenz-Diagnostik“) regt im Zeitraum von 2018 bis 2019 den gesellschaftlichen Diskurs zu diesem kontroversen Thema an. Geleitet wird der Prozess vom IEGUS – Institut für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft Bochum/Berlin und dem Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen. Das Projekt hat eine Laufzeit von 24 Monaten und startete am 1. Oktober 2017.